Vivarium

vivarium

 

„Unter einem Vivarium versteht man eine Tierhaltungsanlage oder ein Gebäude zur Aufzucht und Pflege lebender, meist wechselwarmer Kleintiere in Aquarien, Terrarien oder Paludarien.“

In der Antike wurde jede Form eines Tierparkes Vivarium (lateinisch: vivarium = „Behälter für lebende Tiere“) genannt.“


Ein Schulvivarium bedeutet lebende Tiere als Teil der Schulgemeinde artgerecht zu halten.

Der Umgang mit den Tieren fördert das Selbstbewusstsein und das Verantwortungsgefühl der Kinder. Auch die Einbindung in den schulinternen Lehrplan ermöglicht es bei gewissen Themen, praktische Beobachtungen und „Versuche“ (z.B. Lernverhalten von Mäusen im Labyrinth, Angeborenes vs. Erlerntes Verhalten von Stabschrecken) miteinzubeziehen.

Im Eingangsbereich der Realschule Broich befindet sich ein Schauraum, der von jedem/r Schüler/in, auf dem Weg durch die Schule, eingesehen werden kann.

Also ein perfekter Ort, um das im Jahr 2014 klein angefangene Projekt in den letzten Jahren auszubauen.


schauraum


Um die inzwischen 8 Tierarten (Jemenchamäleon, Madagaskar Taggecko, Riesentausendfüßler, Achat-Schnecken, Wüsten-Rennmäuse, Schmuckhornfrosch, Wandelnde Blätter und Stabschrecken) adäquat ausstellen zu können, entstand im letzten Jahr eine Terrarien-Bau–AG. Diese baute unter der Führung von Frau Hasenmüller, die dieses Projekt ins Leben gerufen hat, für alle Tiere ein eigenes, selbstgebautes und artgerechtes Terrarium.

Neben handwerklicher Begeisterung mussten die Schüler/innen der 7.Jahrgangsstufe, genau wie die Schüler/innen der parallel laufenden Vivarium-AG, theoretisch die Ansprüche, die aus deren natürlicher Lebensweise resultieren, studieren und umsetzen.

   
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 Jemenchamäleon „Ingo“ 
 Achat-Schnecke „Eulalia“


Auf der anderen Seite übernahm, und übernimmt weiterhin, die Vivarium-AG die tägliche Pflege und Versorgung aller Tiere. Die wöchentlich stattfindende AG wird von zwei Schülern/innen der 9./10. Klasse (Saskia Gaster/Matthias Wunderlich) begleitet. Ganz nach dem Motto „Von Schüler/innen für Schüler/innen“.

Inhalte dieser AG sind neben der praktischen Arbeit mit den Tieren auch die nötige Theorie. Daher werden die ca. 15 Teilnehmer/innen der AG pro Woche eine Schulstunde in die Lebensweisen eingewiesen bzw. unterrichtet. Diese werden nicht nur trocken übermittelt, sondern Referate und Plakatgestaltung, als auch Erstellung von Steckbriefen für das Vivarium, bilden eine abwechslungsreiche und verantwortungsvolle Aufgabe für die Schüler/innen. In der zweiten Schulstunde beschäftigen sich die Kinder mit den Tieren selbst. Terrarien müssen gesäubert werden, Futter verteilt werden und manche Tiere wollen und fordern auch den direkten Umgang ein.

Zusätzlich dazu werden die Schüler/innen in die tägliche Versorgung miteinbezogen und „müssen“ in den festgelegten Pausen, während der Woche, die Tiere versorgen.


Da das Interesse an der Vivarium-AG unglaublich groß ist, werden in dem Schuljahr 2016/2017 drei Vivarium-AGs stattfinden.

Zwei für die Schüler/innen der Jahrgangsstufe 5 (dienstags und mittwochs, je nach Klassen-Stundenplan), die von den beiden 10.Klässlern geleitet werden, als auch eine für die Jahrgangsstufe 7/8 unter der Leitung von Frau Hasenmüller.


Die AG für die 7. und 8. Jahrgangsstufe versucht neue „Verantwortliche“ für das Vivarium zu finden, da die beiden bisherigen zum Ende des Schuljahres die Schule verlassen werden.

Denn an dem schülernahen Konzept möchte Frau Hasenmüller weiter festhalten und kann damit auch die vielen AGs rund um das Vivarium in den kommenden Jahren sichern.


Generell gilt: Teilnehmen darf jeder, der Interesse an den Tieren hat, mehr erfahren möchte und bereit ist Verantwortung zu übernehmen.

Bei zu vielen Anmeldungen erfolgt die Auswahl u.a. nach persönlichen Aspekten der Kinder. Zum einen, ob sie den nötigen Respekt gegenüber älteren Schülern/innen zeigen können, als auch ihr sozialer Hintergrund. Schüler/innen mit mangelnden Kontakten, Schwierigkeiten in der Einbindung an ihre Klasse oder irgendwelchen Förderschwerpunkten sollen hier auch die Möglichkeit bekommen, in einer kleineren Umgebung, andere kennenzulernen, sich einzubinden, Verantwortung zu übernehmen und Selbstvertrauen zu gewinnen.











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