Multimedia-Theater „Geduldete Träume“ – Preisträger des 64. Europäischen Wettbewerbs

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 Mit dem Multimedia- Theaterprojekt „Geduldete Träume“ gehören wir 2017 zu den Preisträgern des

64.Europäischen Wettbewerbs, der zu den größten und ältesten Schülerwettbewerben Deutschlands zählt.   Unter dem Motto „In Vielfalt geeint – Europa zwischen Tradition und Moderne“ beteiligten sich am Europäischen Wettbewerb bundesweit 1240 Schulen mit insgesamt 85 229 Schülerinnen und Schülern aller Altersgruppen und Schulformen. 

Es wurden insgesamt 75.000 Arbeiten eingereicht, von denen die Landesjury der einzelnen Bundesländer zunächst eine Vorauswahl traf. Anschließend wählte die Bundesjury des Europäischen Wettbewerbs aus den bundesweit preisverdächtigten 1978 Projekten, das Multimedia-Theater „Geduldete Träume“ , das an der Realschule Broich von geflüchteten Kindern und Jugendlichen unter der Leitung von Frau Ingrid Maria Amelung erarbeitet wird, zu den Preisträgern des 64.Europäischen Wettbewerbs.

Das Multimedia-Theaterprojekt „Geduldete Träume“   ist eine Eigenproduktion, in der die aus Syrien und dem Irak geflüchteten Kinder und Jugendlichen ihre Erlebnisse teilen und das, was sie auf dem langen Weg nach Deutschland er- und durchlebt habe, in Wort und Bild erzählen.

Bislang haben nur die Erwachsenen berichtet. Die Kinder fügten sich in den Lauf der Ereignisse. Nur Wenige haben sie beachtet und gefragt. Nur Wenige haben gemerkt, dass die ihnen aufgedrängten Ereignisse sie verändern und ihre Unbeschwertheit schwinden lassen.

Nun möchten auch die Kinder sich mitteilen, denn auch sie haben die Flucht erlebt, auch sie kennen Schmerz und Angst … und auch sie haben Träume, die sie leben lassen wollen… irgendwie… und irgendwann.

Das Er-und Durchlebte wird auf mehreren Ebenen erarbeitet, die während der Aufführungen ergänzend, integrierend und informierend ineinander übergehen. Private Filmaufnahmen werden als fester Bestandteil in die Handlung des Theaterstückes integriert und durch die künstlerische Auseinandersetzung mit dem eigenen „ich“ in Form von Zeichnungen, Arbeiten mit Acryl und Pastell als auch Collagen, „sprechen“ sie über ihre Wünsche und Träume, über ihre Familien und sich selbst. Indem sie zeichnen oder malen, drücken sie Inhalte aus, die sie noch nicht verbalisieren können.

Auch Masken erhalten symbolischen Wert und durchziehen die Handlung des Theaterstückes.

Hinter Masken verbergen sich Träume und Wünsche vieler Kinder und Jugendlicher, aber auch Unsicherheiten und Ängste, das Alte und Vertraute loslassen zu müssen und das Neue beginnen zu wollen. Erst wenn man die Maske absteift, findet man sich selbst wieder, so wie Sozdar in unserem Theaterstück: “Jetzt bin ich hier. In einem neuen Land mit Menschen, die ich nicht kenne. Es war schwer für mich…. In meinem Herzen bin ich immer noch dort, wo ich herkomme. Vieles ist hier so anders. Doch meine Hoffnung trägt mich, irgendwann auch hier mein Zuhause zu finden.“

Mit dem Theaterprojekt „Geduldete Träume“ möchten wir zeigen, dass man trotz sprachlicher und kultureller Unterschiede im respektvollen Miteinander und der Akzeptanz der Verschiedenartigkeit jedes einzelnen, gemeinsam kulturelle Erlebnisse erschaffen kann.

Es entsteht ein Dialog der Kulturen und es werden Brücken gebaut, auf denen man sich mit Respekt und gegenseitigen Wertschätzung begegnet.
Im Herbst 2017 wird das Multimediatheater „Geduldete Träume“ im Rahmen mehrerer Aufführungen in unserer Schulaula und einer begleitenden Kunstaustellung der Öffentlichkeit gezeigt, um zu berichten, zu informieren und zu reflektieren. 




I. Amelung
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